Dienstag, 12. Juli 2016

Barry Gibbs Soloabum im Oktober

Lange keine News von Barry Gibb oder den Bee Gees. Doch nun, kaum dass der Vertrag der Brüder Gibb mit Reprise/Warner zum 1. Juli ausgelaufen ist, begannen die Promoaktivitäten von Barry Gibbs neuem Label Columbia Records, auf dem sein lange ersehntes und noch länger angekündigtes Soloalbum im Oktober erscheinen wird. In The Now wird es heißen. Viel mehr ist bisher nicht bekannt aber ich bin sicher, dass sich das bald ändern wird.

Das Album wurde von John Merchant co-produziert und soll 12 Songs enthalten, die Barry gemeinsam mit seinen Söhnen Ashley und Stephen geschrieben hat.

Details zum Album gibts im Archiv.

Das Bild, das in diesem Zusammenhang publiziert wurde, ist Teil der Promoaktivitäten und ziert auch die neu gestaltete Webseite BarryGibb.com, die nun von Columbia Records übernommen wurde. Dort kann man sich in einen Newsletter eintragen.

Währenddessen weilte Barry Gibb am 26. Juni für einen Gastauftritt beim Glastonbury Festival in England, um gemeinsam mit Coldplay ein, zwei Gibb-Gassenhauer zum Besten zu geben.


Freitag, 15. April 2016

Bee Gees Greatest zum 3.?

Kaum stellt man eine Behauptung auf, schon wird man widerlegt. Denn Warner verkündete nun, am 25. Mai ein allerletztes Bee Gees-Album veröffentlichen zu wollen. Zwar hatte ich entsprechendes schon vor einigen Wochen von Warner Bros. Japan gehört, dachte aber, das sei ein auf den japanischen Markt beschränktes Produkt. Doch jetzt scheint dies offenbar ein weltweites Release eines Albums namens Greatest zu werden. Was das wird und was das soll, wissen die Götter. Jedenfalls, klar, eine Hit-Kopplung, aber ob das was mit dem altbekannten, und ja bereits vor 10 Jahren wiederveröffentlichten Bee Gees Greatest zu tun hat, war noch nicht herauszufinden. Aber ich nehme es einmal an.


Donnerstag, 14. April 2016

Letztes Warner Bee Gees-Release zum Record Store Day 2016

Am Samstag erscheint das letzte Release der Bee Gees, bevor zur Jahresmitte der Vertrag der Gibbs mit Warner/Reprise ausläuft. Aus der Reihe Side By Side bringt der Konzern zum Record Store Day 2016 eine Single mit dem Titel I Started A Joke heraus, die die Bee Gees-Version auf der einen und die Coverversion von Faith No More auf der anderen Seite enthält. Was für Sammler. Lässt sich auch über amazon bestellen.

Sobald dieser Vertrag beendet ist, steht der Veröffentlichug des lange erwarteten Barry Gibb Soloalbums nichts mehr im Wege - zumindest keine rechtlichen Gründe. Sein neues Label heißt dann Columbia, ein Label des BMG/Sony-Konzerns.

Der kürzlich angekündigte Auftritt Barry Gibbs beim Glastonbury Festival in England im Sommer diesen Jahres hat sich als Gerücht erwiesen. Allerdings halten sich belastbarere Gerüchte, dass Barry Gibb auf Einladung Chris Martins gemeinsam mit dessen Band Coldplay an einem Bee Gees-Medley, das die Band auf dem Festival im Juni aufführen möchte, teilnehmen soll. Mal sehen, ob das was wird.

Apropos Absage: Das Titanic-Konzert in Siegen am 20. April wurde endgültig abgesagt. Die Veranstalter, die das ursprünglich bereits für Februar angesetzte Konzert wegen technischer Probleme zunächst verschoben hatten, mussten nun endgültig passen, da die Probleme mit der 3D-Projektionsfolie nicht behoben werden konnten. Was bleibt sind Aufführungen in Bielefeld am 14. Mai und aim 23. September in Kiel. Mehr dazu gibts es hier.

Außerdem geht die Aufarbeitung der Bee Gees-Historie weiter. Im Herbst erscheint ein neues Buch über die Gibbs, dass sich ausschließlich mit der frühen, der australischen Zeit der Bee Gees beschäftigt, und vom australischen Bee Gees-Kenner Mark Crohan gemeinsam mit Andrew Môn Hughes verfasst wurde. Wird dann sicher auch in Deutschland erhältlich sein. Mehr dazu gibt es hier.


Montag, 14. März 2016

Barry Gibb / Phil Collins?

In der aktuellen Ausgabe des Rock Magazins eclipsed gibt es ein kurzes Interview mit Phil Collins zu dessen aktuellem Reissue-Programm. Darin wird vom Interviewer des Magazins als eines der aktuellen Projekte des ehemaligen Genesis-Sängers, ein gemeinsames Album mit "dem neuen Nachbar Barry Gibb" erwähnt. Leider ohne darauf näher einzugehen.
Mal schauen, ob ich da ein wenig mehr heraus bekomme.


Dienstag, 9. Februar 2016

Neuer Barry Gibb Song "Angels"; Barry Gibb auf dem Glastonbury Festival

Barry Gibb hat einen Song für den neuesten Film des südafrikanischen Filmemachers Oliver Schmitz, geschrieben.

Der Film mit dem Titel 'Shepherds and Butchers' soll am 13. Februar auf der 66. Berlinale Premiere haben, und handelt von einem Anwalt in Südafrika, der einen Gefängniswachmann vertritt, der durch die vielen Hinrichtungen, dessen Zeuge er war, völlig traumatisiert ist.

Den Song "Angels" hat Barry mit seinen Söhnen Ashley und Stephen geschrieben und als Co-Sänger konnte der Südafrikaner Vusi Mahlasela gewonnen werden.

Einen kurzen Eindruck des Songs und ein paar Worte Barry Gibbs dazu, gibt es hier.

Außerdem wurde Barry Gibb neben Jeff Lynnes Electric Light Orchestra als Headliner des Glastonbury Festivals in England engagiert. Das berichtet die britische Tageszeitung The Sun.

Das Festival findet vom 22.-26. Juni statt.
http://www.glastonburyfestivals.co.uk/

Dienstag, 5. Januar 2016

Robert Stigwood verstorben




Gestern starb 81-jährig Robert Stigwood, langjähriger Manager und Mentor der Brüder Gibb und wohl die wichtigste Person in deren Karriere. Der in Adelaide, Australien geborene Stigwood ging in den 50er-Jahren nach England, wo er als Theateragent und später als Musikproduzent mit Produzentenlegende Joe Meek zusammen arbeitete.

1966 gründete er sein eigenes Plattenlabel Reaction Records. Seine erste Veröffentlichung war die Single 'Substitute' von The Who.

Im Dezember erscheinen die ersten beiden Alben auf Reaction: The Whos "A Quick One" und das Debut von Cream "Fresh Cream". Beide Alben erklommen die Top 10 der britischen Charts. Mit diesen Pfunden in der Hinterhand schloss er zum Jahreswechsel 1966/67 einen Distributionsvertrag mit Polydor (UK), dem neugegründeten Ableger der deutschen Polydor, die von Roland Rennie geführt wurde, dem Mann, der die Beatles in den USA etablierte hatte.

Im Januar 1967 unterschrieb Robert Stigwood mit seinem Freund Brian Epstein, Gründer und Inhaber von NEMS Enterprises und seines Zeichens Beatles-Manager, einen Vertrag, mit dem deren beide Firmen fusionieren sollten. Epstein war es offenbar müde sein unaufhaltsam wachsendes Unternehmen länger alleine zu führen. In Stigwood, mit dem ihm eine intensive Freundschaft verband, glaubte er offenbar einen fähigen Partner gefunden zu haben. Doch er hatte die Rechnung ohne seine Mitarbeiter und - vor allem - ohne die Beatles gemacht, die ihm drohten, auf allen zukünftigen Singles 'God Save The Queen' aufzunehmen, falls Stigwood deren Manager werden würde. Robert Stigwood galt als rücksichtslos und mit seinem Benehmen machte er sich stets mehr Feinde als Freunde im Musikgeschäft. Epstein schlug jedoch alle Bedenken in den Wind, blieb aber Manager der Beatles.

Doch schon bald kamen Epstein Zweifel. Stigwoods Art mit Geld umzugehen, missfiel ihm zunehmend. So hatte Stigwood eine Yacht gemietet, um seine jüngsten Schützlinge, die noch völlig unbekannten Bee Gees, zu promoten. Vertrauten Epsteins Zufolge beschloss dieser bald, Stigwood wieder loszuwerden. Doch dazu kam es nicht mehr. Brian Epstein starb völlig überraschend im August 1967.Und als Clive Epstein seinen Bruder bei NEMS ersetzte, verließ Stigwood die Firma im Dezember, um seine eigene,die Robert Stigwood Organisation, zu gründen, nicht ohne seine Acts mitzunehmen.

Im Februar 1967 traf Stigwood erstmals auf die Bee Gees. Deren erstes Vorspielen überzeugte ihn derart, dass Rennie und Stigwood sich auf einen Fünf-Jahres-Vertrag für die junge Band bei Polydor einigten.
Stigwoods Label wurde mit seinem Ausstieg bei NEMS Enterprises aufgelöst und von Polydor übernommen. Drei Alben, zwei von Cream und eines von The Who, eine EP und 18 Singles waren in diesem Jahr bei Reaction erschienen. Nicht viele aber allesamt recht erfolgreiche Veröffentlichungen und somit ein prima Grundstein für das junge Polydor Label.

Mit seinen Firmen promotete Robert Stigwood über die Jahre Musiker wie Mick Jagger oder David Bowie, war als Manager tätig für die Bee Gees, für Cream, Blind Faith, Eric Clapton, Jack Bruce und später Andy Gibb. Und auf seinem 1973 gegründeten Label RSO Records veröffentlichte er nicht nur die Bee Gees, Eric Clapton oder Yvonne Elliman sondern auch Soundtracks zu Filmen wie "Star Wars", "Grease", "Fame" oder "Saturday Night Fever", die er zumeist auch noch von RSO Films produzieren ließ. RSO Records kann zweifellos von sich behaupten, zu einem der erfolgreichsten Labels aller Zeiten zu gehören. Erstaunlich für ein unabhängiges Label, das mit Atlantic und Polygram allerdings auf zwei potente Vertriebspartner in den USA bauen konnte.





Ein weiterer erfolgreicher Zweig seines Unternehmens war die Musicalproduktion. Nachdem Stigwood den Film "Hair" gesehen hatte, brachte er das Musical in London sehr erfolgreich auf die Bühne. Dem folgten, nicht weniger erfolgreich, Produktionen wie "Oh Calcutta!", "Sing A Rude Song" (mit Maurice Gibb), "Sweeney Todd", "John Paul Ringo and Bert", sowie die Lloyd-Webber/Rice-Stücke "Jesus Christ Superstar" und "Evita". Nicht zu vergessen die Musicals seiner eigenen Filme "Grease" und natürlich "Saturday Night Fever". Aber auch Film und Fernsehen waren nicht sicher vor Stigwood. Als Anfang der 70er die Karrieren der Bee Gees ebenso durchhingen, wie die des Eric Clapton, kaufte Stigwood eine TV-Produktionsfirma, die die US-amerikanischen Serien "All In The Family" und "Sanford & Son" entwickelt hatte. 1973 produzierte RSO Films mit "Jesus Christ Superstar" zudem den ersten Kinofilm, der als Basis eine populäre Vorlage aus dem Rockmusikbereich hatte. Es folgte eine hochgelobte Filmversionen von "Tommy", besetzt mit exquisiten Schauspielern und Ken Russell als Regisseur - und natürlich "Saturday Night Fever", der vermarktungstechnisch alles bisher dagewesene in der Film- und Musikindustrie in den Schatten stellte und neue Maßstäbe setzte, die selbst Stigwood anschließend nicht mehr erfüllen konnte.

Stigwood musste immer auch mit Flops leben, doch der Anfang vom Ende der RSO war sicher der Film "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band". Das Spektakel nahmen ihm viele Leute vor allem aus dem Musikgeschäft übel, zumal es damals Stimmen gab, die behaupteten, Stigwood hätte sich mit diesem Machwerk und der Adaption des Beatles-Materials für deren Reaktion auf die Fusion seiner Firma mit NEMS im Jahr 1967 rächen wollen. Jedenfalls war es der Höhepunkt von Stigwoods Größenwahn und Maßlosigkeit.

Die Robert Stigwood Organization stellte 1983 ihren Betrieb ein. Nicht nur der letzten Flops wegen, sondern auch aufgrund von Differenzen mit Künstlern und Mitarbeitern. Stigwood verlor zunehmend das Gespür für das was die Leute sehen und hören wollten. 1980 verlor RSO praktisch alle seine Künstler. Alleine die Bee Gees waren noch unter seiner Obhut. Aber auch diese klagten wegen Unterschlagung gegen ihn, einigten sich jedoch später außergerichtlich.

Stigwood hatte mit seiner Organisation einen Hype geschaffen, der die ganze Musikszene befallen hatte und bei der jeder gerne mitgemacht hatte. Aber als der Hype wie eine riesige Seifenblase platze, ebnete dies einer neuen Industrie den Weg, die in der folgenden Depression ohne Rücksicht, und als würde es kein Morgen geben, Labels aufkaufte und den Markt unter sich aufteilte bis eine handvoll Konzerne übrig blieben. - gerade als eine neue Generation unabhängiger Labels und Produzenten begann, auf dem Musikmarkt Fuß zu fassen.

Robert Stigwood wirkte weiter, tat dies jedoch in den folgenden Jahren eher im Hintergrund. Er lebte zuletzt auf der Isle Of Wight im Süden Englands.